Natürlich müssen Sie einen Besuch an Prag machen. Über Prag selbst ist
schon ein Buch zu schreiben mit Informationen. Es steht voll mit alte
Gebäude, Kirchen usw. Wir setzen die meist bekannten Sehenswürdigkeiten
für Sie auf die Reihe:
Natürlich müssen Sie einen Besuch an Prag machen.
Über Prag selbst ist schon ein Buch zu schreiben mit
Informationen. Es steht voll mit alte Gebäude, Kirchen usw.
Wir setzen die meist bekannten Sehenswürdigkeiten für Sie
auf die Reihe:
Prager Burg - Metrostationen
Malostranska und Hradcanska
Die angeblich größte bewohnte Burg der Welt ist
seit dem 9. Jh., von einigen kürzeren Unterbrechungen
abgesehen, das machtpolitische Zentrum Prags und Böhmens.
Auch heute residiert hier der Präsident der Tschechischen
Republik, gehen hier internationale Staatsgäste ein und aus.
Zahlreiche Könige und Kaiser hinterließen ihre baulichen und
architektonischen Spuren, sodaß der kunst- und
geschichtsinteressierte Besucher auf dem 800 mal 180 Meter
großen Terrain leicht einen ganzen Tag verbringen kann. Im
Zentrum des Interesses steht der mächtige St. Veitsdom, die
größte Kirche Prags, ein Vorzeigeobjekt gotischer
Kathedralenkunst. Zum Minimalprogramm eines Burgbesuchs
gehören daneben der Königspalast sowie ein Bummel durch das
sagenumwobene Goldene Gäßchen.
St. Veitsdom
Als Karl IV. den Auftrag zum Bau einer Kathedrale
gab, hatten an deren Stelle bereits mehrere romanische
Vorläuferbauten existiert. Der Baubeginn 1344 wurde von dem
französischen Baumeister Matthias von Arras geleitet, 12
Jahre später führte der aus Schwäbisch Gmünd stammende Peter
Parler die Arbeiten fort. Ihm folgten noch zahllose weitere
Baumeister, denn erst knapp 600 (!) Jahre später sollte
dieses monumentale Gotteshaus vollendet werden. Der
dreischiffige Dom ist heute 124 Meter lang, das Querschiff
erstreckt sich über eine Breite von 60 und erreicht eine
Höhe von 33 Metern. Knapp hundert Meter ragt der Hauptturm
in die Höhe. Im Mittelpunkt des Besucherinteresses steht die
St. Wenzelskapelle mit ihrem wertvollen Fresken- und
Halbedelsteinschmuck.
Altstädter Rathaus
Die Geschichte des Rathauses beginnt 1338, als
König Johann von Luxemburg dem erstarkenden städtischen
Bürgertum die Erlaubnis gegeben hatte, ein Rathaus zu
errichten. Nach und nach wurden dem ursprünglichen Eckhaus
weitere Gebäude angegliedert, bis hin zum sehenswerten
Sgraffiti-verzierten Haus "Zur Minute". Das Innere des
Rathauses kann besichtigt werden, neben Ratsstube und
Sitzungssaal sollten Sie den Rathausturm mit seinen 138
Stufen nicht versäumen, von dessen Aussichtsgalerie Sie
einen herrlichen Rundblick genießen können. Im Zentrum des
touristischen Interesses steht jedoch die astronomische Uhr
aus dem 15. Jh. Zu jeder vollen Stunde versammelt sich davor
eine Traube von Menschen, um den Umzug der Apostelfiguren im
oberen Teil der Uhr zu verfolgen (April-Sept. Mo 11-18,
Di-So 9-18 Uhr; Okt.-März Mo 11-17, Di-So 9-17 Uhr).
Jan-Hus-Denkmal
Anfang des 20. Jahrhunderts konzipiert und 1915
anläßlich des 500. Todestages des bedeutenden tschechischen
Reformators Jan Hus (1369-1415) fertiggestellt, zählt das
mächtige Denkmal zu den wichtigsten Jugendstil-Plastiken der
Stadt. Heute in erster Linie Treffpunkt von Touristen, die
sich auf seinen Stufen niederlassen, um das quirlige Treiben
auf dem Platz zu verfolgen, war es geschaffen worden als
Symbol der nationalen Eigenständigkeit des tschechischen
Volkes. Beinahe übermenschlich ragt die Gestalt von Hus aus
den übrigen Personen heraus, jener Reformator, der die
katholische Kirche scharf kritisiert hatte und deshalb 1415
beim Konstanzer Konzil auf dem Scheiterhaufen verbrannt
wurde. Bildhauer des Denkmals ist Ladislav Saloun, dessen
Werk häufig mit Plastiken Rodins verglichen wird.
Goldenes Gäßchen
Die häufig auch Goldmachergäßchen genannte
malerische Gasse entwickelte sich zu einem Touristenmagneten
nicht zuletzt aufgrund eines Mythos: hier sollen unter
Aufsicht Rudolfs II. die Alchimisten gewirkt haben, um
künstliches Gold zu erzeugen. Auch wenn dies nicht der
historischen Realität entspricht - das tat dem Ruf keinen
Abbruch. Einst lebten in den winzigen Häuschen direkt an der
Burgmauer die Burgschützen des Königs, später ließen sich
hier viele arme Leute nieder. Teilweise war die Gasse nur
einen Meter breit und die sanitären Verhältnisse erbärmlich.
Einige Jahre lebte hier sogar Franz Kafka und arbeitete an
seinen Werken. Heute haben sich in den winzigen Häuschen
Souvenirläden niedergelassen und profitieren von dem
scheinbar nie enden wollenden Touristenstrom aus aller Welt.
Das Jüdische Stadtsviertel
Josefov
Im Viertel Josefov befand sich bis 1896 das
jüdische Ghetto. Heute kann man hier den jüdischen Friedhof,
die Synagoge, die zu den ältesten Europas zählt, das
jüdische Rathaus (16. Jh.) sowie fünf weitere Synagogen
besichtigen
Altstädter Brückenturm
Es war Karl IV., der den bekannten Baumeister
Peter Parler, dessen meisterhaftes Können uns auch auf der
Burg begegnet, mit dem Bau des Turmes beauftragte. Doch erst
unter Wenzel I. fand der Bau seinen Abschluß. Wie seine zur
Altstadt hin weisende Fassade noch heute zeigt, war der
Brückenturm auch weniger für Verteidigungszwecke geeignet,
sondern als symbolisches Bauwerk für die kaiserliche Macht.
Durch den für die damalige Zeit ungewöhnlich großen Torbogen
zog denn auch die Krönungsprozession zur Burg hinauf. Die
Plastiken des Turms zeigen Karl IV. und Wenzel IV., die zehn
Wappen stehen für diejenigen Länder, die Karl IV. als
römischen Kaiser anerkannten. Eine Turmbesteigung lohnt,
denn aus luftiger Höhe ergibt sich ein weiter Blick über
Karlsbrücke und Moldau (April-Sept. tgl. 10-19, Okt.-Febr.
10-17, März 10-18 Uhr).
Carlsbrücke
Sie ist ähnlich wie die Burg so etwas wie ein
Wahrzeichen Prags. Kaum ein Besucher versäumt es, über sie
zu bummeln. Und so kehrt dort auch erst spät abends Ruhe ein.
1357 war ihr Grundstein gelegt worden, nach dem die
Vorgängerbrücke, die Judithbrücke, einem Hochwasser zum
Opfer gefallen war. Jahrhundertelang bildete sie den
einzigen befestigten Brückenschlag über die Moldau und
stellte einen wichtigen Flaschenhals zentraler Handelswege
dar. Als Architekten hatte Karl IV. auch hier Peter Parler
verpflichtet, jenen Meister des Veitsdomes. Die mittlerweile
30 Brückenfiguren stammen aus dem 17./18. Jh. und stellen
heute eine einmalige Freiluftgalerie barocker
Skulpturenkunst dar, auch wenn viele Originale mittlerweile
durch Kopien ersetzt wurden.